Umfrage innerhalb der Fischerei zum Vorkommen des Fischotters

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Seit Frühjahr 2017 wird vom Landesfischereiverband Bayern e.V. (LFV) ein Projekt zum Vorkommen des Fischotters in Bayern bearbeitet. Sein gesichertes Verbreitungsgebiet beschränkt sich in Bayern derzeit noch auf die östlichen Bezirke. Zunehmende Meldungen aus den weiter westlich liegenden Regierungsbezirken weisen jedoch auf eine Ausbreitung gen Westen hin.

Als dämmerungs- und nachtaktives, semi-aquatisch lebendes Tier aus der Familie der Maderartigen bekommt man ihn nur schwer zu Gesicht. Hinweise auf seine Präsenz liefern vor allem charakteristische Kotspuren (Losung), Trittsiegel oder Scharrhaufen.

Um mehr Informationen zur aktuellen Verbreitung des Fischotters in Bayern zu erhalten, führt der Landesfischereiverband Bayern e.V. diese Umfrage durch. Ihre Teilnahme an dieser Umfrage ist für uns von großem Wert und hilft uns eine bessere Datengrundlage zu schaffen.

Auch Meldungen über fehlende Nachweise sind für uns von großer Bedeutung, um seine Verbreitungsgeschwindigkeit zu ermitteln und weitere Studien entsprechend anzupassen. Aus diesem Grund bitten wir Sie den Fragebogen auszufüllen, auch wenn Sie noch keinen Fischotter innerhalb ihres Ausübungsbereichs registrieren konnten. Ihre Daten werden vertraulich behandelt, eine Angabe zum Fischottervorkommen erfolgt allenfalls Landkreis-scharf.

Nachweise/Indizien zur Anwesenheit des Fischotters

Im Folgenden haben wir Ihnen einige Hinweise und Informationen zusammengestellt, anhand derer Sie beurteilen können, ob der Fischotter bei Ihnen vorkommt oder nicht.


1) Direkte Beobachtung



Abb. 1: Adulter Fischotter (Mark Schütze)



Abb. 2: Durch Wildkamera erfasste Fischotter an einer Teichanlage in der Oberpfalz (Quelle anonym)

Der Fischotter zählt zu den Maderartigen und ist nach dem Dachs der zweitgrößte Vertreter dieser Gruppe. Er erreicht eine Körperlänge von max. 130 cm, wobei ca. 40 cm auf den Schwanz entfallen. Seine Augen, Nase und Ohren liegen nahezu auf einer Linie, so dass er seinen Kopf nur wenige cm aus dem Wasser heben muss. Durch seine Dämmerungs- bzw. Nachtaktivität ist der Fischotter nur selten direkt zu beobachten. Einzelne Sichtungen auch tagsüber sind jedoch bereits bekannt. Ein Nachweis über Wildkameras ist gut möglich.


2) Trittsiegel (Spuren)



Abb. 3: Trittsiegel eines Fischotters unter einer Brücke (Alexander Horn)




Abb. 4: Trittsiegel im Schnee (Martin Maschke)

Der Fischotter besitzt wie alle Maderartigen fünf Zehen. Diese sind krallenbewehrt und mit Schwimmhäuten versehen. Selbst auf optimalem Grund ist nur bei rund einem Drittel aller Trittsiegel der Fußabdruck vollständig. Die Schwimmhäute sind in den seltensten Fällen erkennbar. Es sind bis zu 20 verschiedene Trittbilder möglich, die von der Gangart abhängig sind. Zum Fotografieren von Trittsiegeln ist immer ein Maßstab zu verwenden, zudem ist die Spur immer senkrecht von oben zu fotografieren.


3) Losung (Kot)



Abb. 5: Fischotterlosung mit Schuppenpartikeln und Gräten (LFV Bayern)



Abb. 6: Mehrere Fischotterlosungen unter einer Brücke(LFV Bayern)

Die Losung des Fischotters kann verschiedenste Formen und Farben aufweisen, allerdings hat sie nur selten die Form einer Wurst. Sehr deutlich sind vor allem die Überreste seiner Nahrung, z.B. Schuppen und Gräten, erkennbar. Meist ist die frische Losung dunkelgrau, jedoch sind auch andere Farbtöne möglich. Oft durchsetzt mit gelbem, grünlichem, braunem oder grau-weißen Schleim markiert der Fischotter vornehmlich an auffälligen Stellen in unmittelbarer Gewässernähe. Als Kotplätze dienen u.a. Steine, Baumwurzeln und kleine Halbinseln. Besonders häufig kotet er unter Brücken.


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Die Umfrage wurde erstellt mit Hilfe von Q-Set.de.

Veranstalter der Umfrage: Frau Michaela Thiel, E-Mail: